Tapas

Tapas ist das dritte der niyamas und bedeutet so viel wie intensive spirituelle Praxis. Eigentlich kommt das Wort von Hitze, Glut und beschreibt die Eigenschaft, mit viel Inbrunst zu üben und nicht abzukommen von seinem Weg. Tapas als innere Hitze entsteht auch durch bestimmte āsanas und prāṇāyāma und soll innere Unreinheiten verbrennen und fördert so sattva, einen ausgeglichenen Zustand.

Es wird aber auch als bewusste Askese angesehen. Askese im Yoga wird immer mit Hinblick auf die Gesundheit des Körpers geübt und der Körper sollte durch Askese nie gequält oder geschädigt werden, sprich keine zu intensiven Fastenkuren etc.

Tapas ist also das "Feuer" bewusster Disziplin und Entschlossenheit, was auch bedeutet, Dinge zu tun, die man eigentlich nicht tun will, auch wenn man weiß, dass sie einen positiven Effekt hätten (z.B freitags morgens um 07:30 in die Innenstadt zu radeln um Yoga zu üben ).

Es entsteht aber nicht durch Zwang, sondern durch die Entscheidung, sich dem Wachstum zu widmen.

Patañjali sagt dazu in sutra 2.43:

"Durch Tapas werden Unreinheiten aufgelöst und Kräfte des Körpers und der Sinne herbeigeführt."

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